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Route Gourmande Solothurn die Siebte – 2019

Route Gourmande Solothurn die Siebte – 2019

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Die Route Gourmande ist ein fester Bestandteil des Solothurn Kulinarik-Terminkalenders. Lokale Restaurants, Starköche aus der Region und die Winzer aus Yvorne (Provy) bringt nun schon zum siebten Mal der Sternekoch Zaugg zusammen auf den Plan.
Auch in diesem Jahr durften wir wieder an sieben verschiedenen Stationen halt machen. Unsere Gaumen mit leckerem Essen und den dazu passenden Weinen verwöhnen. Doch am besten lest ihr gleich selber unten weiter, wie das uns dieses Jahr die Route Gourmande gefallen hat.

Solothurn die Siebte

Im letzten Jahr war ich zusammen mit meiner Frau – und wie sich später noch rausstellte mit ein paar Nachbarn aus unserem Dorf an der Route Gourmande unterwegs. Auch in diesem Jahr wurde ich wieder zusammen mit meiner Frau eingeladen. Herzlichen Dank an der Stelle an Andy und Boris!


La Couronne Hotel Restaurant

Hotel Couronne Solothurn
Hotel Couronne Solothurn

La Couronne, ein Hotel mit sehr viel und vor allem bewegter Geschichte. Zu deren berühmtesten Besucher Napoleon, Jane Fonda und Henry Kissinger übernachteten. In dem im 2017 neu eröffneten Krone startete, die Route Gourmande, nun schon zum zweiten Mal.

Empfangen wurden wir direkt im ersten Stock von Fernanda und Boris sowie dem ersten Winzer-Ehepaar.

Murailles Brut Grand Vin Mousseux Suisse

Von Ihnen beiden wurde uns dann auch der Murailles Brut gereicht. Von dem haben wir selber einige Flaschen zu Hause und geniessen Ihn immer wieder. Die ersten zwei, drei Schlucke braucht er, doch dann entfaltet sich der Geschmack schön im Mund.
Oder wie die Winzer dazu schreiben:
Edle Verbindung von Kraft und Finesse in hellem Zitronengelb. Im Bukett exotische Früchte, kandierte Zitronen, Lindenblüten und Mandeln – geschmeidig die muntere Perlage.

Martin Elschner – La Couronne

Martin Elschner ist der Küchenchef vom dazugehörigen Restaurant im Hotel Couronne. Unter seiner Leitung hat sich das Restaurant 13 Gault Millau Punkte erarbeiten können. Erfreulich war unter anderem auch, dass er mich und meine Frau gleich wiedererkannt hatte.
Wir waren auf der zweit letzten Runde und somit konnte Martin nach den unserem und dem Finalen Gang dann auch noch die Tour ein wenig begleiten. Somit hatten wir an verschiedenen Stationen nochmals das Vergnügen ihn an zu treffen.

Amuse Bouche

Ich mag mich noch erinnern, als ich meine Frau kennen gelernt hab. Damals hat sie bei einem Detailhändler in den Blumen gearbeitet. Zwischendurch durfte sie auch normal an der Kasse aushelfen. Da mag ich mich unter anderem noch an eine Geschichte erinnern, bei der eine Rinderzunge eine Rolle spielte. Diese hier zu vertiefen wäre etwas zu lange, aber ich weiss, dass es ein paar Dinge gibt, die mir meine Frau damals gesagt hatte, dass sie sie niemals essen würde. Dazu gehört eben auch eine Zunge. Somit war ich natürlich gespannt, auf die Reaktion von ihr zum Auftakt der aktuellen Tour. Es gab nämlich:

Rindszunge gekocht mit Frühlings-Champignons und Hafer.

Der Champion Schaum im unteren Bereich des Glases war extrem fein und geschmacklich gehaltvoll. Darüber kamen dann die Rindszungen Stückchen und der goppte Hafer.

L’Ovaille Grand Cru 2018

Zum Essen wurden unsere Gläser vom Frédéric Deladoey (Domaine de l‘Ovaille) aufgefüllt.
Oder in den Worten vom Winzer:
Das rassige und zugleich mächtige Bouquet präsentiert Silex- und Feuersteindüfte. Am Gaumen treffen Mineralität, eine beeindruckende Struktur, Butter-, Zitrus- und florale Aromen aufeinander.

Die Gläser haben uns übrigens von Station zu Station begleitet. Einzig nach dem Gang im Restaurant Alter Stephan wurden sie ausgetauscht. Ab da gab es dann die süsseren Versuchungen. Dabei sind auch ein paar Schnappschüsse entstanden. Auch war es wieder Mal eine wirklich spannende Erfahrung, mit einem Weinglas bewaffnet durch die Stadt Solothurn zu gehen.


Beletage Cherzejeger

Werner Schürch
Werner Schürch

Unsere zweite Location war das Beletage Cherzejeger, auch das wieder eine vertraute Station aus dem letzten Jahr. Der Eingang ist sehr unscheinbar und die gewundenen Treppen in das erste Stockwerk waren sehr rustikal und individuell in der Grösse.

Werner Schürch – Gasthof Emmenhof, Burgdorf

Werner Schürch
Werner Schürch

Werner Schürch begleitet die Route Gourmande seit einigen Jahren (wenn nicht sogar schon seit Beginn). Im Gasthof Emmenhof in Burgdorf kocht er mit 17 Gault Millau Punkten. Zusätzlich kommt noch ein Michelin Stern dazu. Somit waren die Erwartungen an seinen Teller natürlich wieder gross.
Wie schon im letzten Jahr hat er auch dieses Mal ein köstliches Fischgericht mitgebracht.

Vorspeise 1

Saibling mi-cuit mit Badischen Spargeln und Sauce Hollandaise
Saibling mi-cuit mit Badischen Spargeln und Sauce Hollandaise

Das tolle an der Route Gourmande ist, dass sich die Gäste immer wieder von neuem durchmischen. Egal ob man die Begleitpersonen kennt, oder nicht, man findet schnell Gemeinsamkeiten und die können unterschiedlichster Natur sein.
Beim Studieren der ersten Vorspeise waren meine Gedanken aber bei einem Pärchen, welches wir am Abend davor beim Winzerfest vom Urban in Salzach kennen gelernt haben. Die waren nämlich einen Tag davor extra mitten in der Nacht nach Deutschland gefahren, um früh morgens dort original Badische Spargeln zu essen. Da haben wir gelernt, dass sie vor Ort am besten sein müssen. Nachdem ich meinen ersten Bissen vom Walter Schürch seiner Spargeln gegessen hatte, war ich geflasht. Vor allem aber im Zusammenspiel mit der Sauce Hollandaise die er dazu gemacht hatte. Die war unglaublich luftig und (wirklich) das beste was an der Sauce schon mal essen durfte. Oben drauf der Saibling und die kleine Tomate. So simple wie möglich im Gaumen aber eine Geschmacksexplossion, toller Gang!

1er Grand Cru

Der Clos de la George wächst auf einem knapp 8 Hektar grossen Weinberg der umrandet ist von einer ca. 2’500 Meter langen Mauer. Diese ist teilweise bis zu sechs Meter hoch und schützt somit das Weingut.
Der Beschrieb vom Winzer:
Die perfekte Übereinstimmung von Rebsorte und Terroir: Die generöse, freimütige und gehaltvolle Nase besticht durch eine herrliche Intensität fruchtiger und blumiger Noten.


Haut Cuisine Chuchilade

Wer in Solothurn wohnt muss ihn einfach kennen. Daniel Wagmann und der Chuchilade.
Nicht erst seit dem Umbau und der grosszügigen Kochinsel im unteren Ladenbereich ein Geheimtipp für alle Kulinarisch interessierten. Hier gibt es nicht nur die verrücktesten und praktischsten Küchen Utensilien, darin finden auch immer wieder spannende Kochkurse statt. Dazu holt sich der sehr versierte Daniel immer wieder tolle Köche ins Ladenlokal.

Thomas Witmer – Restaurant Chutz, Langendorf

Der Gastgeber im Chuchilade war dieses Mal aus dem Restaurant Chutz in Lagendorf. Thomas Witmer war auch zum zweiten Mal bei der Route Gourmand dabei. Ein Thema was bei Daniel Wagmann immer wieder auftaucht, ist Japan. Genau daher kam die zweite Vorspeise der Tour auch.

Vorspeise 2

Es gab japanische Teigtaschen, drapiert auf eingelegtem Gemüse und Sojasauce zum Dippen. Für mich, in der Glutenfreien Version, gab es statt der Teigtaschen kleine Hack-tätschli.
Was waren die lecker gewürzt. Extrem stimmig und einfach passend zum darunter liegenden Gemüse. Auch hier wieder ein wirklicher Traum.
Meiner Frau, die einen normalen Teller bekommen hat, war auch sehr begeistert von dem Gang.

Savagnin Blanc, Grand Cru 2017

Der Savagnin Blanc kommt direkt vom verträumten Château Maison Blanche in Yvorne. Hab ich eigentlich schon Mal erwähnt, dass ich unbedingt mal nach Yvorne gehen sollte?
Dieser Grand Cru hatte eine sehr feine und fruchtige Note.
Oder in den Worten vom Winzer:
Dieser Savagnin der Appellation Yvorne Chablais AOC hat eine schöne goldgelbe Robe. Sein Bouquet offenbart Aromen von Zitrus- und exotischen Früchten sowie Honig.


Kulturturm Muttiturm

Weiter ging es für uns dann wieder quer durch die Altstadt von Solothurn. Unser Ziel war diesmal das obere linke Ende, der Kulturturm Muttiturm. Hinter den, teilweise Meter dicken Mauern, hat sich die Roberta und Andy Zaugg verschanzt. Nicht weil sie sich hätten verstecken müssen, wohl mehr, weil sie so die dritte Vorspeise haben von neugierigen nicht Tourgängern haben verteidigen können.

Roberta und Andy Zaugg, Solothurn

Roberta und Andy Zaugg
Roberta und Andy Zaugg

Den fleissigen Lesern hier im Blog muss ich die beiden wohl sicherlich nicht vorstellen. Roberta und Zaugg haben diese Eventserie nun schon zum siebten Mal durchgeführt.
Nachdem sie über 27 Jahre das Restaurant Zum alten Stephan geleitet haben, konzentrieren sie sich seit letztem Jahr Komplet auf die eigenen Kochkurse, Coaching und Catering.
Ich selber war noch nie an einem seiner Kurse höre aber alle immer nur schwärmen davon, hier findet ihr die Details zu seinen Kursen.
Roberta, Andy und ihr Catering Team sind sehr eingespielt und es macht jeweils sehr viel Freude, ihnen bei der Arbeit zu zu schauen.

Vorspeise 3

Jakobsmuscheln im Töpfli mit einer Morchel Sauce
Jakobsmuscheln im Töpfli mit einer Morchel Sauce

Ich habe in meiner Zeit, in der ich Andy an diversen Events begleite, schon viele Male seine Kochkünste bestaunen dürfen. Bei der Vorstellung sprach Roberta über den vollen Kalender von Ihnen, dieser sei so intensiv, dass der Andy nicht mal zum Rasieren komme.
Normalerweise machen Bärte ja eher älter – hat meine Frau gesagt – dem Andy kommt seiner aber extrem gut und er schaut damit sogar jünger aus – auch das die Worte von meiner Frau. Dem kann ich aber nur zustimmen und auch sonst habe ich den Andy Zaugg sehr locker erlebt an dem Event.
Diese Lockerheit hat sich auch auf sein Kochen ausgewirkt. Nach wie vor kocht er auf einem sehr hohen Niveau.

Die Jakobsmuscheln im Töpfli mit der extrem stimmigen Morchel Sauce war einfach der Hammer! Mach weiter so Andy.

1er Grand Cru 2017

Der Gran Cru vom ca. zwei Hektar grossen Weingut Clos de l’Abbaye in Yvorne ging dazu passend sehr geschmeidig über die Lippen.
Um es noch in die Worte des Winzers Jean-François Franceschini zu sagen:
Leicht exotisches Bukett. Wunderbar geprägte Terroir-Noten, fruchtig, nussig, herrliche Balance, geschmeidig, mit kraftvollem, langem Abgang.


Restaurant Zum alten Stephan

Wer keinen Beitrag hier im Blog verpasst, dem ist das Restaurant zum alten Stephan sicherlich ein Begriff. Bis vor zwei Jahren noch geleitet von Roberta und Andy Zaugg ist es mittlerweile fest in den Händen von Tamara und Stefan Bader.
Direkt am Fridhofsplatz – dem ältesten Platz von Solothurn – wie ich während der Tour von unserem Lokalen Solothurn Experten vernehmen durfte. Findet ihr am unteren Teil das ehrwürdige Restaurant.

Tamara & Stefan Bader – Restaurant Zum alten Stephan, Solothurn

Stefan Bader - Restaurant zum alten Stephan
Stefan Bader – Restaurant zum alten Stephan

Nun schon im zweiten Jahr leiten Tamara und Stefan Bader das Restaurant Zum alten Stephan am Friedhofsplatz in Solothurn. Der Gastroführer Gault & Millau führt sie mit ganzen 15 Punkten und nicht nur ihr Cordon Bleu treibt uns immer wiedermal in ihr Restaurant. Hier stimmt einfach alles, die Chemie in der Küche wie auch beim Service Team. Immer wieder ein Erlebnis bei den beiden.
Seit die beiden das Restaurant leiten bin ich mit meiner Frau oder mit Kollegen schon das eine oder andere Mal da gewesen und ich freu mich ein jedes Mal wieder über das Cordon Bleu.

Der Hauptgang

Zandersteak grilliert mit Erbsen-Pfefferminz-Risotto, Frühkarotten und Spicy-Karottenjus
Zandersteak grilliert mit Erbsen-Pfefferminz-Risotto, Frühkarotten und Spicy-Karottenjus

Bei ihnen gab es auch in diesem Jahr wieder den Hauptgang. Quasi der Ausgleich oder die Kompensation zum «einfachen» Käse Gang den Stefan nun doch schon das eine oder andere Jahr beim Soirée Trudes et Vins in Bottmingen inne hat.
Immer wieder, wenn ich an die Route Gourmande 2018 zurück denke, kommt mir gleich das feine Black Angus Rindsfiletwürfel «Stroganoff» in den Sinn. Die Frage, welche meine Frau und ich mir stellten war, können sie es in diesem Jahr wieder erreichen?

Bei ihnen gab es ein grilliertes Zandersteak. Dazu ein knalliges Erbsen-Pfefferminz-Risotto, Frühkarotten und Spicy-Karottenjus. Könnte ich Geschmäcker mit der Kamera einfangen hätte ich das liebend gerne gemacht. Der Hauptgang hat nicht nur durch seine knackigen Farben überzeugt auch geschmacklich war es einfach nur lecker!

Grand Cru 2013

Die Geschichte vom Weingut Clos du Rocher geht weit bis ins 18. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1918 hat das Weinhaus Obrist das Gut dann übernommen und produzierte seither da einige Weine mit Auszeichnungen.
Gleich beim eintritt ins Restaurant wurde uns der erste, ein weisser Wein gereiht.

In den Worten des Winzers klingt das in etwa so:
Wunderbares Goldgelb. Fruchtig, tiefgründig und komplex. Körperreich, ausgewogen, schmeichelnd, mit mineralischen Noten, vereint Vollmundigkeit, Rasse und Finesse.

La Mondeuse Noire, Grand Cru 2017

Später dann während dem wir den Gang geniessen konnten durften wir auf La Mondeuse Noire wechseln. Dem ersten und einzigen Rotwein auf der Runde, welcher uns vom Winzer des Charly Blanc & Fils gereicht wurde.
Hier noch ein paar Worte direkt vom Winzer zum eigenen Wein:
In der Nase Veilchen, Brombeeren, schwarze Beeren und pfeffrige Noten. Der Gaumen offenbart sich sehr komplex. Dicht und kraftvoll unterstreichen umhüllende Tannine Lakritz und würzige Aromen.

Beim Verlassen vom Restaurant wurden wir nochmals darauf hingewiesen, dass die Gläser liegen bleiben durften und wir neue bekommen würden. Dies war auch zugleich die Ankündigung zum weiteren eher süsseren Weingang.


Fryhofkeller

Fryhof am Friedhofsplatz
Fryhof am Friedhofsplatz

Auf dem Weg zur nächsten Location, hatten wir dieses Mal die wohl kürzeste Distanz zum Zurücklegen. Vom Alten Stephen ging es einmal quer über den Friedhofsplazt direkt runter in den Fryhofkeller. Zu meiner Schande muss ich gestehen, den hatte ich nicht gekannt. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich da drinnen, über etwa sechs Jahre regelmässig am letzten Mittwoch vom Monat war. Damals als die Location noch Piano Bar hiess haben wir unsere regelmässigen #TwBSO (Twitter Bier Solothurn) darin abgehalten.
Die Location gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Ich bin mir sicher, bei meinem nächsten Solothurn-Ausgang werde ich dem Fyhofkeller sicherlich einen Besuch abstatten. Was mir besonders gut gefallen hat ist die neue, dezente aber dennoch gut durchdachte Beleuchtung im Keller.
Da unten im Keller fanden wir den Urban wieder. Für alle Leser, denen hierzu der Zusammenhang fehlt. Meine Frau und ich, durften am Abend davor, einen tollen Winzerabend in seiner alten Schmitte in Selzach erleben. Der Bericht dazu folgt nächstens hier im Blog.

Urban Schiess – Kochkünste, Selzach

Urban Schiess
Urban Schiess

Wer Urban Schiess in seiner Alten Schmitte (Kochkünste) noch nicht selber erlebt hat, der hat definitiv etwas verpasst! Bis anhin habe ich ihn eigentlich nur hinter dem Grill, den Kochtöpfen oder bei einem Krimi Dinner erlebt und war ein jedes Mal extrem überwältig. Überwältigt, weil er es schafft, aus den einfachsten Zutaten eine wahre Gaumenfreude hervor zu zaubern.
In diesem Route Gourmande Jahr kümmerte sich der Schmitten Meister und den Käsegang. Und wie es das hat.

Käsegang

Serviert hat er auf einfachen, schwarzen Schieferplatten einen 24 Monate alten Greyerzer Käse, daneben ein Tommes Fleurette und eine dreieckige Scheibe von Jersey Blue. Zum letzteren muss ich sagen habe ich persönlich keinen allzu grossen Bezug.
Genauso wie beim französischen Roquefort oder dem italienischen Gorgonzola kann ich den Blauschimmelkäsen normalerweise nicht all zu viel abgewinnen. Was ich aber konnte ist kombinieren.

Urban bei der Arbeit
Urban bei der Arbeit

Am Abend davor, als sich der Winzerabend seinem Ende widmete, hat Urban noch einen Konfit aufgesetzt. Dieser duftetet schon nach wenigen Minuten so lecker, dass wir uns noch viel mehr auf den Käse Gang vor-gefreut haben. Das mehr als zwei Stunden lange reduzieren hat den Konfit noch Geschmacksvielfalt gegeben. Doch noch lieber hatte ich den würzigen Greyerzer ins Konfit getunkt.

Petit Vignoble 2009

Der dazu gereichte Petit Vignoble vom Weinhaus Badoux Vins war ein sehr feiner und aromatischer Wein. Auch dieser hat perfekt zu den drei Käsesorten gepasst und das Gesamtbouquet abgerundet.
Hier noch in den Worten vom Weinhaus:
Dieser grossartige, erlesene Chasselas mit seiner schönen goldgelben Robe offenbart herrliche mineralische Noten sowie Aromen von Lindenblüten und Feuerstein.


Suteria Solothurn

Ab da ging es dann noch einmal quer durch die Altstadt. Eigentlich fast wieder an den Ausgangspunkt, direkt vor die St. Ursen Kathedrale. Direkt gegenüber vom La Couronne findet ihr die weit über die Stadtgrenzen berühmte Confiserie Suteria. Ich bin wohl noch selten durch die Stadt gegangen und habe nicht eine grössere Menschenmenge vor und im Lokal gesehen. Im letzten Jahr haben sie das Dessert noch im Kunstmuseum serviert, so durften wir es dieses Mal direkt in den tollen Kellergewölben der Suteria geniessen.

Michael Brüderli – Suteria Solothurn

Michael Brüderli - Suteria Solothurn
Michael Brüderli – Suteria Solothurn

Für das Dessert Verantwortlich war Michael Brüderli und sein Team vor Ort. Auch hier stimmte das Ambiente und unsere Gruppe hat gut in dem alten Kellergewölbe einen Platz gefunden.

Kaffe Gourmandise

Beim Dessert habe ich eine alternative erhalten. Einen süssen und sehr frischen Fruchtsalat. Alle anderen einen Kaffee Gourmandise mit Erdbeervariation, ein dreierlei an Süssigkeiten.
Meine Frau meinte, dass es ihr in diesem Jahr besser geschmeckt hat als im letzten Jahr. Auch wenn das damals schon sehr lecker war.

Ange et Démon

Ange et Démon - Yvorne
Ange et Démon – Yvorne

Dazu haben uns die Winzer vom Artisans Vignerons d‘Yvorne einen sehr süssen Dessertwein serviert. Der Ange et Démon wird wurde aus einer einfach gestalteten 37.5 cl. Flasche ausgeschenkt. Dieser hat schon sieben verschiedene Preise abgesahnt und das, nach unserer Meinung nach zu Recht.
Die Winzerin hat ihren Wein folgendermassen beschrieben:
Die Nase ist komplex mit Quitten, kandierten Aprikosen, Honig, Caramel und Nougat. Ausladend präsentiert sich der Auftakt, bevor der Wein seine perfekt dosierte Süsse enthüllt.

Artisans Vignerons d‘Yvorne
Artisans Vignerons d‘Yvorne

Dieses Honig, Karamell und Nougat Gemisch, klingt vielleicht für einen Wein eher etwas spezieller, aber glaubt mir, das schmeckt ihr raus. Beim Nougat war ich mir nicht 100% sicher, doch Honig und Caramel waren deutlich mit dabei.


Unser Fazit zur Route Gourmande 2019

Nun, wie schliesst man ein solches fulminantes Event ab? Das ist eine gute Frage. Immer wieder hab ich mich mit meiner Frau ausgetauscht, das vor allem auch im Nachgang vom Event.
Durch das Event haben wir ein paar spannende Menschen kennen lernen dürfen. Nicht wie im letzten Jahr, als wir fast schon Nachbarn vom Quartier auf der anderen Strassenseite kennen gelernt haben, aber auch hier wieder sehr illuster. Was mich besonders freute, meine Frau konnte ihr Französisch – welches sie bei ihrer Arbeit in Biel immer wieder benötigt – auch mal im privaten nutzen und ich hab endlich gehört wie sie in Französisch klingt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es in diesem Jahr vom Essen her etwas Fischlastig war. Dies nicht negativ, aber das ist uns spätestens beim Hauptgang und der Erinnerungen zum letzten Jahr doch etwas aufgefallen. Allesamt waren aber alle Gänge durchs Band sehr, sehr lecker und jedes für sich stimmig.

Peter Wagner - Unser Solothurn-Kenner und Tourleiter
Peter Wagner – Unser Solothurn-Kenner und Tourleiter

In diesem Jahr haben uns beiden zwei Weine wirklich überzeugen mögen. Soweit überzeugen, dass wir gleich ein paar Flachen haben bestellen müssen. Auch haben wir aber wieder Wein-Empfehlungen erhalten für die unterschiedlichen Speisen die wir auf unserer Tour hatten. Das ist für mich als nicht wirklicher Wein Kenner (aber Geniesser) ein sehr wichtiger Punkt. Wenn es bei uns zum Beispiel das nächste Mal Jakobsmuscheln gibt, weiss ich schon genau, dass ich einen 2er Grand Cru vom Clos de l’Abbaye aus Yvorne dazu kaufen muss.

Tischgedeck im Chuchilade
Tischgedeck im Chuchilade

Somit, ich habe es schon im letzten Jahr abschliessend gesagt und wiederhole mich gerne nochmals. Wer im letzten wie auch in diesem Jahr den Event verpasst hat, ist wirklich selber schuld, wenn ihm/ihr das im 2020 wieder passiert. Egal ob so heiss wie im letzten Jahr oder doch etwas durchzogen wie im 2019, die Route Gourmande bringt viel Freude, ihr lernt etwas und vor allem, es bereichert den Solothurner Eventkalender.
Für uns ist neben 2020 sicherlich auch die original Route Gourmande mal noch auf der Wunschliste für einen kommenden Ausflug.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin Geschichtenerzähler in Form von verschiedenen Blogs-, Podcasts- und Video-Formaten. In meiner Freizeit bin ich Papa dreier Mädels, liebe LEGO, die Bahn und alles was mit Gadgets zu tun hat.

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