Drei Augustabende unter dem Stern der Klassik: Das Mozart-Festival Solothurn bringt das Ensemble Péridot aus Salzburg in die Barockstadt und verwandelt den Konzertsaal in eine Bühne für Mozarts Meisterwerke. Was auf den ersten Blick nach einem ungewöhnlichen Paar klingt, ergibt bei näherem Hinsehen vollkommenen Sinn. Solothurn und Salzburg teilen barockes Ambiente, eine von aristokratischem Esprit geprägte Geschichte und die Liebe zur Musik ihrer Zeit.
Auf einen Blick
Inhaltsverzeichnis
| Mozart-Festival 2026 | 28. bis 30. August 2026 (3. Ausgabe) |
| Mozart-Festival 2025 | 4. bis 6. Juli 2025 (2. Ausgabe) |
| Spielort | Konzertsaal Solothurn, Untere Steingrubenstrasse 1 |
| Orchester | Ensemble Péridot Salzburg |
| Dirigent | Peter Peinstingl |
| Website | festival-solothurn-salzburg.ch |
Warum Solothurn und Salzburg zusammengehören
Als Wolfgang Amadeus Mozart 1756 in Salzburg auf die Welt kam, residierten noch Botschafter der Könige von Frankreich in Solothurn und brachten höfischen Glanz in die Barockstadt. Als die französischen Gesandten 1792 Solothurn verliessen, war Mozart seit einem Jahr tot. Die zwei Städte teilten eine Epoche: den Hochbarock, die Repräsentationskultur, die Liebe zur Musik und zur eleganten Lebensart.
Die St.-Ursen-Kathedrale, 1773 geweiht und damit ein Werk des Frühklassizismus, steht für diese Verbindung. Sie entstand in denselben Jahrzehnten, in denen Mozart seine grössten Werke schuf. Das Mozart-Festival bringt diese parallele Geschichte zum Klingen.
Das Ensemble Péridot Salzburg
Das Ensemble Péridot Salzburg ist ein Orchester, das historisch informierte Musizierpraxis mit den klanglichen und interpretatorischen Möglichkeiten der Gegenwart verbindet. Es stammt aus Mozarts Geburtsstadt und gilt als eines der authentischsten Mozart-Ensembles der Welt. Unter der musikalischen Leitung von Peter Peinstingl bringt es den Geist der Mozartzeit nach Solothurn.
Das Programm 2026
Die dritte Ausgabe des Mozart-Festivals Solothurn fand vom 28. bis 30. August 2026 statt. An drei Abenden wurden Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart im Konzertsaal Solothurn präsentiert.
Freitag, 28. August 2026 (19:30 Uhr): Die Ouvertüre zu «Le Nozze di Figaro», das Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467 und die «Haffner»-Sinfonie. Mit dem Pianisten Robert Kolinsky, einem gebürtigen Solothurner mit tschechischen Wurzeln und Intendanten der Martinů-Festtage.
Samstag, 29. August 2026 (19:30 Uhr): Die Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201, das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219 und die Sinfonie Nr. 25 g-Moll KV 183. Mit Lisa Schatzman, Konzertmeisterin des Luzerner Sinfonieorchesters.
Sonntag, 30. August 2026 (10:30 und 16:00 Uhr): Galante Kammermusik und berührende Liebes-Arien. Mit dem jungen Tenor Remy Burnens.
Ein Wochenende mit zwei Festivals
Das Mozart-Festival 2026 fand am letzten Wochenende der Barocktage Solothurn (8. bis 16. August) statt. Das World Food Festival spielte gleichzeitig vom 28. bis 30. August unter der Leporello-Brücke. Ein einziges Wochenende, das klassische Musik, barocke Stadtkultur und kulinarisches Weltreisen vereinte.
Tickets und Infos
Tickets und Programm auf festival-solothurn-salzburg.ch. Der Konzertsaal ist vom Bahnhof Solothurn in rund 10 Gehminuten erreichbar. Das nächste Parkhaus ist das Parkhaus Baseltor am Pisoniplatz.
Quellen: festival-solothurn-salzburg.ch | solothurn-city.ch

